Großmeister Xu Mingtang: was ist Qigong und wozu brauchen wir es?
Wie Sie bestimmt schon wissen, ist China ein sehr altes Land. Seine Geschichte erfasst viel mehr als 5000 Jahre. Im Laufe dieser Jahrtausende haben sich zwei Richtungen des Qigong besonders intensiv entwickelt. Die erste Richtung ist fest mit Kung-Fu verbunden. Die zweite Richtung hängt mit TCM zusammen. Warum diese Richtungen? Weil vor mehr als 5000 Jahren der Mensch sehr schwach war, viel schwächer als die wilden Tiere. Er musste sich gegen Raubtieren verteidigen und auch in der Jagd erfolgreich sein, um sich ernähren zu können. So entstanden die ersten Kampfkünste. Später wurden sie Wushu und Gongfu (Kung-Fu) genannt und sind jetzt weltweit bekannt. Aber der Mensch sollte sich auch der Natur gegenüber stellen: dem weltweit unterschiedlichen Klima trotzen und Krankheiten bekämpfen. Aus diesem Grund wurden seit der Urzeit verschiedene Methoden zur Prävention und Bekämpfung von Krankheiten entwickelt. Einige von ihnen basierten auf Heilkräften verschiedener Pflanzen (was später zur Phytotherapie führte) und auch der Nahrung (Diätologie). Die anderen bevorzugten mehr den natürlichen Weg der Entwicklung eigener Heilkräfte, um Krankheiten widerstehen zu können.